
In gut gedämmten Häusern drohen Gefahren durch Schimmelpilze – so lautet ein noch immer häufig anzutreffendes Vorurteil. Die Stiftung Warentest bestätigt: das Gegenteil ist der Fall. Schimmel verbirgt sich vor allem dort, wo falsch oder gar nicht gedämmt ist.
Sonderdruck „Dämmen contra Schimmel“
Schimmelpilzanalysen der Stiftung Warentest zeigen, dass sich die meisten Schimmelflecken im Winterhalbjahr auf der Innenseite kalter Außenwände bilden. Meist kommt dieses Wasser nicht infolge eines Wasserschadens aus der Wand. Es ist vielmehr die Nässe, die beim ganz normalen Bewohnen eines Hauses oder einer Wohnung täglich verdunstet. So gibt beispielsweise ein mittelgroßer Gummibaum pro Stunde rund 20 g Feuchtigkeit ab, eine Geschirrspülmaschine beim Öffnen 1000 bis 1500 g. Insgesamt beträgt die Gesamtbelastung eines Haushaltes mit zwei Erwachsenen und einem Kind durch Feuchtigkeit pro Tag ca. 12 kg. Deshalb ist neben einer sorgfältig angebrachten Dämmung richtiges Lüften der Wohnung die beste Voraussetzung für gesundes Wohnen.
3 bis 4mal am Tag alle Fenster weit öffnen – sogenanntes Stoßlüften. Am besten mit Durchzug, damit die warme, feuchte Raumluft durch die kühlere, trockene Außenluft ausgetauscht werden kann.
Gekippte Fenster vermeiden – sie sind reine Energieverschwender und lassen die Wände rund um die Fenster so stark auskühlen, dass sich selbst geringe Mengen Feuchtigkeit niederschlagen kann.
Möglichst sofort nach dem Duschen oder Baden zu lüften, in der Küche auch schon während des Kochens.
Download
Ausführliche Tipps zu gesundem Wohnen durch richtiges Heizen und Lüften bietet eine Broschüre der Deutschen Energieagentur (DENA), die hier zum Download bereit steht.